Schulter

1) Wo ist meine Schulter?

Nun wirst du Dich fragen, was ist das denn für eine komische Frage, natürlich weis ich wo meine Schultern sind. Damit hast du Recht, dennoch teile ich „die Schulter“ gern etwas genauer ein. Im Unterricht nenne ich das gern Schultergürtel und meinen Teilnehmern tritt schon manchmal der Schweiß auf die Stirn, wenn Sie den Begriff Schultergürtel auch nur annähernd hören. Aber warum passiert dies? Weil Sie wissen, wie anstrengend es sein kann das Schultergelenk, Ihre Schulterblätter oder die Rotatorenmanschette zu trainieren.

2) Schulter & Gelenk?

Selbstverständlich hat jeder Mensch 2 Schultergelenke und benutzt diese auch fast täglich. Die Frage ist nur, wie gezielt und sicher kann ich ein Schultergelenk benutzen? Immer wieder höre ich in den Unterrichtsstunden folgende Sätze:

  • Ich kann nur einen Arm bewegen
  • Ich kann keine Armkreise
  • Der andere Arm war mal kaputt
  • Ich wurde an der Schulter operiert und kann Sie nicht richtig bewegen
  • Ich stütze mich lieber nur auf einen Arm, das kann ich besser

Na kommen Dir solche Sätze auch bekannt vor? Dann lies einfach noch ein wenig weiter…

3) Falsche Bewegung oder besser keine?

Die gute Nachricht ist, jeder kann irgendetwas an den Schultern bewegen! Auch wenn jetzt denkst, wie soll das gehen, wenn ich doch an dieser Stelle Schmerzen habe? Ich möchte hier keine weiteren Aussagen bezüglich Schmerzen & Co geben, da gibt es sicherlich viele, andere Spezialisten die dies können. Ich kann meine langjährigen Erfahrungen mitteilen und da gab es zu mindestens in meinen Personal Training niemanden, welcher sich nicht nach einem gut strukturierten Training wieder beweglicher im Schultergelenk fühlte.

  • Welche möglichen Einschränkungen gibt es?
  • Rotatorenmanschettenriss durch Verletzungen
  • Schleimbeutelentzündungen mit Schulterschmerzen
  • Impingement Syndrom, wenn es zu eng wird im Schultergelenk
  • Kalkschulter kann durch Abnutzung kommen

Dies sind nur einige Beispiele für Schultererkrankungen. Wahrscheinlich fallen Dir noch mehr Krankheiten dazu ein, einige sind nicht beeinflussbar, andere vielleicht wiederum schon?

4) Schultergelenke und Ich?

Ja es richtig, dass du jeden Tag etwas für Deine Schultergelenke tun kannst und auch solltest. Denn diese kleinen Golfbälle, wie ich Sie gern nenne, liegen einfach frei auf dem Tee (kleiner Stift welcher in der Wiese steckt und obenauf liegt der Golfball) oder fachlich ausgedrückt: Das Schultergelenk ist ein frei bewegliches Gelenk. Und genau deswegen ist es um so wichtiger es zu schützen, es liebevoll zu behandeln, so dass es ohne Schmerzen durch unser Leben gehen kann.

5) Experten Tipp:

Strecke die Arme lang nach oben, nah an Deinen Ohren gehalten und zieh den linken Arm weit nach oben zur Decke und wieder zurück. Das gleiche mit dem rechten Arm. Wiederhole 10 x oder mehr

6) Was kann ich für meine Schultern noch tun?

Neben Strecken, Ziehen und Recken ist eine der einfachsten Übungen das Kreisen. Wie oben bereits beschrieben, gibt es eine Krankheit namens Impingement Syndrom. Der Hauptgrund ist die Enge im Gelenk oder der fehlende Platz für geschmeidige Bewegungen. Aufgrund meines früheren Arbeitsplatzes musste ich viele Kilometer jeden Tag im Auto verbringen, wobei meine favorisierte Haltung „der linke Arm“ befindet sich auf dem Lenkrad. Über die Jahre schlichen sich mehr und mehr Verspannungen und Schmerzen ein, so dass es einen Zeitpunkt x gab wo ich meine Schulter bzw. linkes Schultergelenk fast nicht mehr bewegen konnte vor Schmerzen. Aufgrund meiner heutigen Trainings & Bewegungserfahrung gibt es keine ultimative Übung, welche alle Probleme löst. Es sollte immer ein ganzheitlicher Bewegungsansatz zu Grunde liegen. Dennoch kann ich Dir eine einfache Übungsanleitung mit an die Hand geben. Wenn du diese täglich durchführst, hast du schon einen kleinen Beitrag zu Deiner Beweglichkeit geleistet.